Archiv für die Kategorie 'Gute Bücher'

Jeder Mensch kann friedlich sterben

Harald Stollmeier am 27. März 2012

Rezension: Gian Domenico Borasio, Über das Sterben, Verlag C. H. Beck, München 2011

Sterben kann entsetzlich sein. Aber eine gute und gut organisierte Palliativmedizin kann dazu beitragen, dass es nur noch sehr, sehr selten entsetzlich ist. Der andere entscheidende Faktor für ein friedliches Sterben ist die Vorbereitung, die jeder Einzelne für sein eigenes Sterben treffen kann.

Das wichtigste Einzelinstrument dabei ist die Vorsorgevollmacht, mit der jeder Mensch für den Fall, dass er sich nicht mehr äußern kann, einen Menschen seines Vertrauens umfassend bevollmächtigt, auch für Entscheidungen gegenüber dem Arzt. Der entscheidende Schritt aber, den jeder Mensch tun kann, ist mit den eigenen Angehörigen oder auch engen Freunden über den eigenen Tod und die eigenen Wertvorstellungen und Wünsche im Zusammenhang damit zu reden, reden, reden.

Gian Domenico Borasio, einer der Wegbereiter der Palliativmedizin in Deutschland, klärt in diesem Buch über das Sterben auf: über das Missverhältnis zwischen den Wünschen und Befürchtungen der Menschen einerseits und der statistischen Wirklichkeit andererseits, aber auch über gefährliche medizinische Mythen, deren Folge furchtbares Leid über Sterbende bringt. Das gilt vor allem für Atemnot und Durst, die Plagen, vor denen sich die meisten Menschen zu Recht fürchten.

Zu Bekämpfung von Durst ist die Bekämpfung des Durstgefühls entscheidend, und dabei spielt die Befeuchtung der Mundschleimhaut eine zentrale Rolle. Die Zuführung großer Mengen von Flüssigkeit ist, zumindest bei Menschen in der Sterbephase, eher schädlich und belastet Herz und Lunge.

Gegen Atemnot hilft nichts besser als Morphin, von dem es aber in vielen Lehrbüchern immer noch heißt, es führe zu Atemlähmungen. Borasio (S.135): „Diese Fehlvorstellung ist zwar wissenschaftlich längst widerlegt […]. Trotzdem haben viele Ärzte immer noch Angst davor, Morphin bei Atemnot einzusetzen …“

Gegen die Angst, die naturgemäß mit Atemnot einhergeht und diese in einem Teufelskreis verstärkt, nennt Borasio Benzodiazepine als wirksames Mittel. Dringend empfiehlt er, die Angehörigen anzuleiten, wie man diese Medikamente unter die Haut verabreicht. Atemnot (S. 136) „ist ein medizinischer Notfall.“

Mehr Aufklärung unter Ärzten führt zu besserer Aufklärung der Patienten und ihrer Angehörigen und kann manches Dilemma lindern: Höfliche, in der Sache aber deutliche Kritik übt Borasio, der den Willen des Patienten hoch achtet, auch den Sterbewillen, an der Aufklärung im Vorfeld von Euthanasien (S. 159): „Zwei Ärzte bestätigten dem Patienten unabhängig voneinander, dass er ohne Euthanasie ‚qualvoll ersticken‘ werde. Der Patient entschied sich dann nachvollziehbarerweise für die Euthanasie […]. Das Problem ist nur, dass die Information, die er bekommen hatte, falsch war.“

Ein friedliches Sterben braucht mehr als Medikamente: Menschen in der letzten Phase ihres Lebens brauchen Zuwendung, brauchen Menschen, die Zeit für sie haben. Oft gehen diese Menschen als Beschenkte nach Hause, denn (S. 191): „Im Angesicht des Todes erkennen die Menschen, worauf es wirklich ankommt.“

Gian Domenico Borasios nützliches, gut lesbares Buch Über das Sterben kostet 17,95 Euro.

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Wie Lämmer unter den Wölfen

Harald Stollmeier am 24. März 2012

Rezension: Eva-Maria Kolman, Pakistan. Christen im Land der Taliban. München 2012

Als Mitglied einer Delegation des katholischen Hilfswerks  KIRCHE IN NOT bereiste Eva-Maria Kolmann im November 2011 Pakistan und hatte Gelegenheit, genau hinzusehen. Ihr tagebuchartiger Bericht macht die Situation der ungefähr 1,2 Millionen katholischen Christen in einem der gefährlichsten Länder der Welt erfahrbar. Gemeinsam mit Eva-Maria Kolmann begegnet der Leser Christen von atemberaubendem Lebensmut.

Schwester Daniela Baronchelli in der Buchhandlung der Paulusschwestern in Karatschi hat eine Polizeirazzia hinter sich. Schwester Timothy Villaram hat einen schweren Bombenanschlag auf die Kathedrale von Lahore überlebt. Die 26-jährige Nähschülerin Asia zieht ihre Kinder in einem der Slums von Karatschi groß. Bischof Andrew Francis von Multan kann nicht ohne Polizeieskorte aus dem Haus gehen. Schwester Nazreen Daniels in Rawalpindi betreut Frauen, die vergewaltigt wurden. Der 9-jährige Samir aus Lahore wurde kurz vor seiner Erstkommunion entführt, konnte aber entkommen.

Die Christen in Pakistan sind eine stark benachteiligte, oft bedrohte Minderheit. Der Islam, der sie umgibt, wird dem Leser nicht pauschal sympathisch. Dabei hat er viele Gesichter (S. 77): „Es gibt in Pakistan Muslime, die an Weihnachten ihre Festtagskleidung anziehen, um mit ihren Kindern in einer Kirche eine Krippe anzuschauen, und es gibt andere, die selbst ihre moderateren Glaubensgeschwister töten.“

Eva-Maria Kolmanns Buch löst widerstreitende Empfindungen aus. Eine ist Zorn über das Unrecht, das Christen widerfährt (Hindus übrigens auch). Eine zweite ist Scham darüber, dass uns deutschen Christen so wenig klar ist, wie gut wir es haben. Eine dritte ist Freude darüber, dass es KIRCHE IN NOT immer wieder gelingt, den katholischen Christen in Pakistan zu helfen, durch Unterstützung für Kirchenbauten aber auch durch weniger sichtbare Taten. Die letzte ist: Dankbarkeit. Denn das Glaubenszeugnis von Menschen wie Shahbaz Bhatti, dem Minister für Minderheiten, der am 2. März 2011 wegen seines Einsatzes gegen das bösartige pakistanische Blasphemiegesetz ermordet wurde, kann auch unseren Glaubensmut stärken.

Eva-Maria Kolmans Pakistan. Christen im Land der Taliban ist kostenlos bei KIRCHE IN NOT zu beziehen. Eine Spende für die Arbeit von KIRCHE IN NOT in Pakistan ist es aber wert.

Bischof Max John Rodrigues von Hyderabad erzählt Kindern von Jesus. Bild: KIRCHE IN NOT

Bischof Max John Rodrigues von Hyderabad erzählt Kindern von Jesus.

(Bild: KIRCHE IN NOT)

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Wie kommt es, dass Glaube gelingt?

Harald Stollmeier am 24. Februar 2012

Rezension: Elmar Nass, Vison Mensch – Mission Hoffnung. Glauben, der wieder gewinnt, Paderborn 2012

Umfragen zufolge wollen Hunderttausende von Menschen in diesem Jahr aus der römisch-katholischen Kirche austreten. In dieser Situation sagt der Aachener Domvikar Elmar Nass Nein zu Rezepten wie Resignation, Jesus „light“ und der Konzentration auf eine Elitekirche. Stattdessen weist er nach, dass Glaube in einer immer weltlicher werdenden Welt gewinnen und Menschen aller Milieus erreichen kann. „Unsere Vision ist es“, schreibt Nass, „dass der Ruf Christi einen Inhalt hat, den alle Menschen verstehen können.“

Auf den ersten Seiten klingt Vision Mensch – Mission Hoffnung wie ein Fachbuch für Spezialisten. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, begegnet am Ende der dritten Seite dem alten Priester am Waldrand, den der Verfasser selbst als Jugendlicher zu seinem Mentor wählte. Von da an wird klar: Mission ist weniger eine Frage der Lehre als vielmehr eine der Begegnung.

Anschließend widerlegt Nass ebenso verständlich wie fundiert die wichtigsten Argumente gegen den Glauben und beschreibt die wichtigsten Argumente für ihn, bevor er zum wissenschaftlichen und menschlichen Kern seiner Mission Hoffnung vorstößt: der systematischen, zweistufigen Befragung einer Gruppe junger Erwachsener, die sich zu ihrem Glauben bekennen und dem Autor berichten, wie sie ihren Glauben als Jugendliche erlebten, wie er sich beim Erwachsenwerden veränderte, was er für sie heute bedeutet und wie sie ihn in ihrer Zukunft sehen.

Daraus arbeitet der Autor persönliche Glaubensprofile heraus und ermittelt individuelle Kernphänomene wie „Glauben und ich gehören zusammen, auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind“ (Tom V., 28) oder „Mich motiviert der Auftrag, den Gott mir mit auf den Weg gegeben hat.“ (Susanne M. 43).

Als Ergebnis der Auswertung trägt Elmar Nass Konsequenzen für die Arbeit in den Kirchengemeinden vor:

- Reflexion über den eigenen Glauben anregen

- Erkennbar kirchliches Profil in der Kinder- und Jugendarbeit zeigen

- Die Jugendpastoral als Alternative zum Alltag gestalten

- Kerngruppen zur Bewährung des Glaubens gründen und begleiten

- Alte und kranke Menschen zum Glaubenszeugnis befähigen

- Bewährte Kerngruppen intensiv und dauerhaft begleiten

- Tiefgründige Vielfalt der Glaubensphänomene bekannt machen

- Eine milieuübergreifende Pastoral der Persönlichkeit profilieren

Elmar Nass lehrt an der Universität Bonn Christliche Gesellschaftslehre. Zugleich hat er nie aufgehört, Priester und Seelsorger zu sein und sich die Fähigkeit bewahrt, ganz normalen Menschen zuzuhören. Vielleicht ist das der Grund, warum er die Instrumente der wissenschaftlichen Sozialforschung nicht auf Krisen und Niederlagen anwendet sondern auf Menschen, deren Leben (und Glauben) gelingt.

Vision Mensch – Mission Hoffnung von Elmar Nass hat das Zeug zum definitiven Handbuch für Missionare. Das Buch macht Mut und kann erklären, warum.

Vision Mensch – Mission Hoffnung (128 S.) ist im Ferdinand Schöningh Verlag erschienen und kostet 16,90 Euro.

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Verkehrte Fronten beim Abtreibungsrecht

Harald Stollmeier am 18. September 2011

Buchbesprechung: Caroline Stollmeier, Freiheit heißt leben und leben lassen

Manche Phänomene sind so selbstverständlich, wie man sie hinnimmt. Moralblog-Redakteurin Caroline Stollmeier, selbst seit einigen Jahren im Einsatz für das Lebensrecht ungeborener Kinder, fragte sich eines Tages nach dem Sinn der politischen Zuordnung von „Pro life“ (rechts) und „Pro Choice“ (links). In ihrer neuen Denkschrift mit dem Untertitel „Lebensentfaltung durch Lebenserhaltung“ findet sie überraschende Alternativen.

Die Auseinandersetzungen um das Thema Abtreibung sind in Deutschland wie in den USA durch verhärtete Fronten gekennzeichnet. Caroline Stollmeier kritisiert an diesen leidenschaftlichen Auseinandersetzungen, dass sie mit den Nöten und Bedürfnissen der Frauen in Schwangerschaftskonflikten oft nicht viel zu tun haben. An den verhärteten Fronten selbst kritisiert sie deren Verlauf.

„Abtreibungsgegner sind in der Regel politisch eher konservativ“, schreibt Stollmeier, und Abtreibungsbefürworter  verortet sie politisch links und von feministischen Strömungen beeinflusst. Und wenn diese aufeinandertreffen, findet ein konstruktiver Dialog „in der Regel nicht statt.“

„Bei genauerem Hinsehen“, schreibt Stollmeier, „können die jeweiligen Positionen und konkreten Vorstellungen aber vielleicht überraschen.“ Das beweist ein genaueres Hinsehen in die Texte der herausragenden Feministin Simone de Beauvoir, deren Urteil über Schwangerschaftsabbrüche ebenso differenziert wie einfühlsam ist und die eine Abtreibung nicht etwa als erstrebenswertes Recht der Frau sondern als bedrückende Folge ihrer Unterdrückung beschreibt.

Ganz genau hingesehen hat Caroline Stollmeier bei einem Aufsatz der  amerikanischen Autorin, Feministin und Friedensaktivistin Mary Meehan aus dem Jahr 1980:  Sie hat ihn übersetzt und publiziert ihn im Rahmen ihrer Denkschrift erstmals in deutscher Sprache.

Mary Meehan, Veteranin der Kämpfe gegen den Vietnamkrieg, versteht sich als links. Als sie sich später in der Lebensrechtsbewegung engagiert, findet sie plötzlich die Mehrheit ihrer Weggefährten auf der anderen Seite.  Sie fühlt sich „nicht wohl dabei“, aber sie sieht keine andere Wahl.

„Uns treibt … der Glaube daran, dass bedingungsloser Respekt vor dem menschlichen Leben uns zwingt, gegen Abtreibungen, Todesstrafe, Sterbehilfe und Krieg zu sein. Wir sind nicht der Ansicht, dass wir uns den Luxus erlauben oder das Recht herausnehmen sollten, einige Formen des Tötens zu akzeptieren und andere abzulehnen.“

Für Mary Meehan „war das traditionelle Merkmal der Linken immer der Schutz von Benachteiligten, Schwachen und Armen. Das ungeborene Kind ist von allen Menschen der Hilfloseste und benötigt noch mehr Schutz als die armen Farmpächter, die geistig Behinderten oder die Bootsflüchtlinge auf dem offenen Meer.“

Punkt für Punkt, von der Rangordnung der Menschenrechte über die Beobachtung, dass privilegierte Schichten legale Abtreibungen als Mittel betrachten, Unterschichten und Einwanderer zu dezimieren, bis hin zum Dammbruch-Argument bereitet Meehan ihre Schlussfolgerung vor: „Zur Rettung der ungeborenen Kinder und zur Rettung ihres eigenen Gewissens sollte die Linke gegen Abtreibungen sein.“

Die Denkschrift Freiheit heißt leben und leben lassen von Caroline Stollmeier, 20 Seiten, 4,80 Euro, ist 2011 im Choros Verlag, Kempen, erschienen.

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Gegen maßlose Gewalt hilft nur maßvolle Gewalt

Harald Stollmeier am 1. Juli 2011

Buchbesprechung: Herbert Pribyl (Hg.),Terrorismus – eine apokalyptische Bedrohung?

Terrorismus kann man nur dann erfolgreich bekämpfen, wenn man dabei nicht das Kind mit dem Bade ausschüttet. Bevor man ihn mit dem rechten Maß bekämpfen kann, muss man ihn korrekt definieren und richtig verstehen, aus historischer, politikwissenschaftlicher, psychologischer und philosophischer Sicht. Außerdem muss man die eigenen Werte richtig verstehen, und die Grenzen, die diese dem eigenen Handeln auferlegen.

Es muss eine der interessantesten akademischen Tagungen des Jahrzehnts gewesen sein, als sich zu diesem Zweck im März 2009 vierzehn Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen aus Deutschland, Österreich und Ungarn unter der Leitung von Prof. DDr. Herbert Pribyl an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz versammelten, unter ihnen mit  Peter Gridling vom Österreichischen Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung auch ein ausgewiesener Praktiker.

Entsprechend lesenswert ist das seit 2010 in Buchform vorliegende Ergebnis dieser Tagung, obwohl über eine befriedigende Definition von Terrorismus offenbar kein Einvernehmen erzielt worden ist. Am genauesten scheint es Manfred Spieker zu treffen, der unter Berufung auf Herfried Münkler den Terrorismus als eine Kommunikationsstrategie auffasst, die ohne Massenmedien keine Erfolgsaussicht hätte (S. 123f.).

Wie schon das Titelbild nahelegt, werden die Anschläge vom 11. September 2001 als Zäsur diskutiert. Herbert Pribyl (S. 163f.) setzt die Zäsur früher, nämlich mit dem Ende des Kalten Krieges an und beobachtet seit 1990 erstens zunehmende Angriffe auf Unschuldige und zweitens das Streben nach hohen Opferzahlen.

Terrorismus ist heute ein fast ausschließlich islamistisches Phänomen. Das ist zwar auch eine Folge des Imperialismus und des Nahostkonflikts. Ein pauschaler Argwohn gegen alle monotheistischen Religionen im Sinne von Jan Assmanns „mosaischer Unterscheidung“  ist bei näherem Hinsehen (Jakob Mitterhöfer, S. 87-100) ebensowenig angebracht wie ein Freispruch für den Islam.

Der Erlanger Islamwissenschaftler Jörn Thielmann (S. 101-120) legt überzeugend dar, dass sowohl der dramatische Unterschied zwischen dem Islam und den übrigen monotheistischen Religionen als auch das Problem mit islamistisch begründeter Gewalt nicht im Inhaltlichen liegen. Nicht was im Koran steht ist das Problem, sondern die in der islamischen Welt vorherrschende Anschauung, der Koran sei direkt und unmittelbar Gottes Wort. Diese Anschauung verhindert die historisch-kritisch gebotene Einordnung der blutrünstigsten Koranpassagen in einen längst überwundenen Zusammenhang und damit ihre Widerlegung als Rechtfertigung terroristischer Gewalt (S. 107f.).

Terrorismus ist ein schweres Übel; man darf ihn mit Gewalt bekämpfen, vielleicht sogar einen Krieg gegen den Terrorismus führen. Dennoch warnen mehrere der Autoren eindringlich vor einer Überschätzung der Möglichkeiten dieses Krieges (Stefan Lakonig, S. 256f.) und vor einer Unterschätzung der Kosten und Folgen (Bernhard Adamec, S. 263-277).

Herbert Pribyl (S. 163-176) und, noch schärfer, Josef Spindelböck (S. 177-197) fordern die Anwendung strenger sittlicher Kriterien im Kampf gegen Terrorismus und Terroristen, insbesondere der Lehre vom „gerechten Krieg“, schließlich vor allem rechtsstaatliches Vorgehen und internationale Zusammenarbeit. Josef Spindelböcks Schlusswort zu seinem eigenen Aufsatz hätte sich gut als Schlusswort für das gesamte Buch geeignet: „Nur ein Tätigwerden im Namen des staatlichen und weltweiten Gemeinwohls ist bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus gerechtfertigt, nicht aber die Durchsetzung eigener Interessen und Machtansprüche.“

Das Buch Terrorismus – eine apokalyptische Bedrohung ist 2010 im Be&Be-Verlag, Heiligenkreuz erschienen und u. a. im Online-Klostershop zum Preis von 15,90 Euro erhältlich.

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Ein großer Wurf für die Menschheit

Harald Stollmeier am 28. April 2011

Rezension: Peter Singer, Leben retten. Wie sich die Armut abschaffen lässt und warum wir es nicht tun, aus dem Amerikanischen von Olaf Kanter, Arche Literaturverlag, Zürich-Hamburg 2010.

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Ein Kleinkind fällt in einen Teich. Sie können sein Leben retten. Ihre neuen Schuhe gehen dabei drauf. Zögern Sie?

Die meisten Menschen, sagt der Philosoph Peter Singer, würden keine Sekunde zögern, dieses Kleinkind um den Preis ihrer neuen Schuhe und einiger weiterer Unannehmlichkeiten zu retten. Die meisten Menschen in den reichsten Ländern der Welt, ergänzt Singer, nehmen aber den genauso leicht zu verhindernden Tod von Kleinkindern in den ärmsten Ländern der Welt ohne Gewissensbisse hin. Und das können wir ändern.

Mit harten Fakten belegt Singer, dass eine nachhaltige Bekämpfung der Armut, ja sogar ihre Abschaffung, in unserer Reichweite liegt, und das ohne schmerzlichen Verzicht. Er stellt dabei nicht nur ebenso nützliche wie erfolgreiche Projekte vor sondern auch wirksame Initiativen, die sich der Bewertung und Verbesserung der Qualität von Hilfs- und Entwicklungsprojekten verschrieben haben, vorrangig GiveWell, und deren Bewertungen zudem öffentlich zugänglich sind.

Entwicklungshilfe lohnt sich, sagt Singer, und widerlegt den Mythos vom Fass ohne Boden durch einen kritischen Blick in das Fass: Es ist wahr, dass der Westen in den vergangenen 50 Jahren 2,3 Billionen Dollar an Entwicklungshilfe geleistet hat. Aber erstens sind das trotzdem nur 0,3 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt der Geberländer, und zweitens ist der größte Teil davon gar nicht an die ärmsten Länder der Welt gegangen sondern an Länder, in denen der Westen strategische Interessen verfolgte. Das ist nichts Unmoralisches. Aber Geld, das in den Irak oder nach Kolumbien fließt, kann nun einmal nicht die Armut in Malawi bekämpfen.

Es geht Singer nicht um Politik, es geht ihm um das, was jeder Einzelne tun kann. Und wenn man bedenkt, dass die Rettung eines Menschenlebens in Ländern wie Malawi bei kritischer Bewertung nur 200 bis 500 Dollar kostet, dann macht, was der Einzelne tun kann, einen wirklich großen Unterschied. Und wenn es 1 000 Dollar wären: Wie oft geben wir Geld in solchen Größenordnungen für Dinge aus, die weniger wert sind als ein Menschenleben?

Neu ist an Singers Argumentation nicht diese Gegenüberstellung. Neu ist ihre Anwendung auf Menschen in Afrika, die wir niemals kennenlernen werden, auf Menschen, deren Schicksal uns im Allgemeinen nicht persönlich berührt. Singer hat recht: Diese Menschen sind genau so viel wert wie wir selbst, und wenn es wahr ist, dass wir sie retten können, dann haben wir eine ethische Verpflichtung, das auch zu tun.

Mir persönlich plagt sich Singer zu lange mit der Frage, ob wir gegebenenfalls verpflichtet sind, unsere eigenen Kinder zu opfern, um fremde zu retten (Singer sagt: Ja), und zu kurz mit der Frage, ob nicht die Abschaffung von Handelsbarriereren und Subventionen den ärmsten Ländern der Welt am meisten helfen würden (Singer sagt: Ja, ist aber nicht durchsetzbar). Aber Singer beweist nicht nur, dass jeder einzelne seiner Leser mit erträglichen Belastungen spürbare Verbesserungen für die Ärmsten erreichen kann, er legt auch ein plausibles und gar nicht rigides Modell dafür vor, wie man die eigenen Spendenpflichten berechnen kann. Und er belegt: Helfen macht den Helfer glücklicher, oder wie er den inzwischen verstorbenen Tierrechtsaktivisten Henry Spira zitiert (S. 228): „Ich glaube, jeder möchte am Ende in der Lage sein zu sagen, dass sein Leben mehr war, als zu konsumieren und Müll zu produzieren. Und ich denke, jeder möchte im Rückblick auf sein Leben gerne das Fazit ziehen, dass er alles gegeben hat, um diese Welt für andere besser zu machen.“

Weitere Informationen auf der internationalen Website zum Buch.

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Unplanned – Vom bemerkenswerten Sinneswandel der Abby J.

Caroline Stollmeier am 1. Februar 2011

Sie leitet eine Abtreibungsklinik, um Frauen zu helfen. Eines Tages assistiert sie zufällig bei einer ultraschallüberwachten Abtreibung. An diesem Tag wird ihr klar, dass sie auf der „falschen Seite des Zaunes“ steht.

In „Unplanned“ erzählt Abby Johnson ihre eigene Geschichte, die sicher jeden – egal ob pro-choice oder pro-life – beeindrucken muss.

Als Studentin in Texas arbeitet sie ehrenamtlich für Planned Parenthood, eine Organisation, die übrigens mit pro familia Deutschland verwandt ist. An „Abtreibungstagen“ muss Abby Frauen vom Parkplatz in die Klinik geleiten. Das geschieht, damit diese möglichst unbehelligt an den Pro-Life-Aktivisten vorbei kommen, die regelmäßig vor der Klinik beten, mahnen und ihre Hilfe anbieten.

Nach ihrem Studium macht Abby Karriere bei Planned Parenthood. Sie wird innerhalb weniger Jahre zur Leiterin der Klinik, in der sie bereits als Studentin im Einsatz war, und zur Mitarbeiterin des Jahres. Sie fühlt sich wohl mit der Gewissheit, Frauen durch Aufklärung, Beratung und das Bereitstellen von Verhütungsmitteln vor ungewollten Schwangerschaften schützen zu können. Immerhin hatte man ihr auch zu Beginn ihrer Tätigkeit gesagt: „Planned Paranthood ist dafür da, die Abtreibungszahlen zu senken.“

Als Klinikleiterin ist Abby nicht nur für die Motivation des Personals und die gute interne Organisation zuständig, sondern auch für die Bilanz. Und die sieht zunehmend schlecht aus, da Abby Aufklärungsarbeit anstatt Abtreibungen fördert, wie sie es für selbstverständlich hält. Aber so kann man eben kein Geld verdienen. Und ihre Vorgesetzten sagen zu ihr: „Du musst deine Prioritäten klären“, und meinen damit, dass sie für mehr Abtreibungen in ihrer Klinik sorgen soll. Ihren Standpunkt fassen sie zusammen: „Abby, nonprofit is a tax status, not a business status.“

Und dann kommt der Tag, an dem Abby zufällig während einer Abtreibung das Ultraschallgerät bedienen soll. Und was sie da sieht, macht ihr erstmals vollends bewusst, was bei einer Abtreibung wirklich geschieht. Unzählige Male hat sie Frauen bei ihrer Entscheidung zwischen Mutterwerden, Adoption und Schwangerschaftsabbruch geholfen, hat Abtreibungstermine koordiniert und, wie ihr wieder klar wird, zwei ihrer eigenen Babys vor der Geburt getötet.

Es ist eben nicht nur ein „Fötus“, der da stirbt, sondern ein Kind. Und Abby beschreibt eindrucksvoll wie schon die gezielte Wortwahl, auf die Planned Parenthood großen Wert legt, das wahre Geschehen verharmlosen und das Gewissen überlisten kann.

Mehr oder weniger Hals über Kopf kündigt sie wenige Tage später ihren Job und wechselt – zunächst heimlich – in das Pro-Life-Lager. Planned Parenthood versucht gerichtliche Schritte, die aber im Sande verlaufen. Erschreckender ist für sie, wie sich vermeintliche Freunde verhalten, die sich nämlich plötzlich von ihr zurückziehen oder gar gegen sie sind. Gleichzeitig versteht sie, dass die Leute auf der anderen Seite des Klinikzauns sie trotz ihrer gegensätzlichen Positionen in der Abtreibungsfrage stets geschätzt haben und nun verlässliche Partner sind.

Abbys Weg war und ist kein einfacher. Über ihre Zeit bei Planned Parenthood sagt sie: „Right reasons, wrong choices.“ Am Ende jedoch hat die Wahrheit gesiegt.

 

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(Foto: Abby Johnson)

Johnson, Abby: Unplanned: The Dramatic True Story of a Former Planned Parenthood Leader’s Eye-Opening Journey across the Life Line, Salt River, 2010.

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Der größte Fehler meines Lebens: ein Erfahrungsbericht

Caroline Stollmeier am 12. Januar 2011

Eine junge Frau und ein junger Mann verlieben sich. Die Beziehung ist kompliziert. Er will sich von ihr trennen. Aber so ganz kommen sie nicht von einander los. Dann ist sie plötzlich schwanger. Er jedoch will von seinem Kind nichts wissen und verlässt sie endgültig …

Melanie Berdowski hat diese Geschichte erlebt und schildert sie eindringlich in ihrem autobiographischen Bericht „Der größte Fehler meines Lebens“. Gegenüber Moralblog sagt sie: „Mein Buch zu veröffentlichen kostete enorme Überwindung – allein der Gedanke hat mich angetrieben, damit anderen Frauen helfen zu können.“

Die anfängliche Freude über das Kind weicht schnell tiefer Verzweiflung und innerer Zerrissenheit, als Melanie merkt, dass ihr Freund nicht zu ihr stehen wird. „Das kleine Lebewesen in meinem Bauch hat kein Mitspracherecht und war von seinem Vater bereits zum Tode verurteilt worden.“, schreibt sie.

Sie fühlt sich für die Situation und für das Kind verantwortlich. Neues strömt auf sie ein. Rückhalt findet sie in ihrer Familie, aber dennoch glaubt sie sich allein. Sie möchte ihrem Kind eine gute Mutter sein, ihm einen Vater geben können. Doch das kann sie nicht. Nichts ist so, wie sie es sich erträumt hat.

Melanie glaubt zunächst, dass sie es auch alleine schaffen kann. Doch im letzten Moment verlässt sie der Mut. Die Abtreibung ihres Kindes bezeichnet sie heute als den größten Fehler ihres Lebens.

Inzwischen ist Melanie Berdowski glücklich verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Trotzdem kann sie ihr erstes Kind nicht vergessen. Ihren Schmerz über seinen Verlust hat sie inzwischen als Teil ihres Lebens akzeptiert. In ihm bleibt die Erinnerung an ihr Kind lebendig. Und in ihrem Buch.

 

 

 

Berdowski, Melanie: Der größte Fehler meines Lebens, Gelnhausen, 2010, € 8,90.

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Klare Linie, klare Sprache

Harald Stollmeier am 11. November 2010

Buchbesprechung: Josef Spindelböck, Christlich glauben und leben. Ein Leitfaden der katholischen Moral

Spindelböck: Christlich glauben und leben

Wie soll ein Christ sein Leben gestalten? Josef Spindelböcks neues Buch beantwortet diese Frage umfassend, gründlich und präzise, und das auf nur 110 Seiten einschließlich Literaturverzeichnis. Die erste Hälfte des Buches erklärt die Grundlagen der christlichen Moral, die zweite Hälfte macht ihre Konsequenzen für den Einzelnen und die Gesellschaft anhand der Zehn Gebote deutlich. In stets verständlicher Sprache beweist der Autor dabei, dass die katholische Moral nicht nur jeden angeht sondern auch für grundsätzlich jeden anwendbar ist.

Josef Spindelböck, Priester der Diözese St. Pölten und ordentlicher Professor für Moraltheologie, deckt dabei immer wieder überraschende Konsequenzen der Gebote auf, die allesamt nicht nur heute noch gültig sind sondern auch alles andere als weltfremd. So schließt das fünfte Gebot, „Du sollst nicht töten“, neben dem vollen Schutz ungeborener Menschen auch den Schutz von Tieren und Pflanzen ein, und das siebte und das zehnte Gebot, die Spindelböck zusammen bespricht, schützen nicht nur den Besitzenden vor Diebstahl sondern auch den Arbeiter vor Ausbeutung. 

Dieses Buch bietet, was immer noch viele Menschen von der katholischen Kirche erwarten: Orientierung. Die Klarheit der Sprache dient der Klarheit der Botschaft, und diese unterscheidet nicht zwischen populär und elitär sondern zwischen richtig und falsch. „Die christliche Ethik sagt ein großes ‚Ja’ zum Menschen und seiner Würde. Um dieses ‚Ja’ zu schützen, braucht es auch verschiedene kleine ‚Nein’ zu Einstellungen und Verhaltensweisen, die eben dieses ‚Ja’ in Frage stellen würden“(S. 11).

In Fragen der Lehre macht der Autor keine Kompromisse: Bestimmte Handlungen sind, wenn auch in unterschiedlicher Weise, gemäß katholischer Lehre objektiv schwere Sünden, nicht nur Mord, sondern zum Beispiel auch Ehebruch. Liegen die klare Erkenntnis der Sündhaftigkeit und die volle Freiwilligkeit vor, handelt es sich um „Todsünden“. Doch auch diese kann und will Gott vergeben, echte Reue als Abwendung vom Bösen vorausgesetzt. Die Kirche hilft vor allem durch das Bußsakrament bei der Umkehr zu Gott. Diese Hilfe gilt allen Sündern, und damit allen Menschen ohne Ausnahme, denn, so Spindelböck, „außer von Jesus Christus selbst […] und der seligsten Jungfrau Maria […] kann von niemand gesagt werden, er sei ohne Sünde“ (S. 53/54). 

Josef Spindelböcks nützliches Buch Christlich glauben und leben ist 2010 im Verlag St. Josef, Kleinhain, erschienen und kostet 8,90 Euro. Wert ist es mehr.

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Start With Why: Simon Sineks Rezept für nachhaltigen Erfolg

Harald Stollmeier am 19. September 2010

Ein Topmanager sagte einmal zu mir: „Unsere Mitarbeiter wollen in erster Linie einen sicheren Job. Alles Andere ist ihnen egal.“ Ein anderer Topmanager benannte vor anderthalb Jahrzehnten einmal öffentlich die drei Ziele unternehmerischen Handelns: „Profit, Profit, Profit.“ Ist das wirklich alles? Kommt wirklich erst das Fressen, und dann immer noch keine Moral? 

Was bringt Sie dazu, morgens zur Arbeit zu gehen? Nur das Geld? Hauptsächlich das Geld? Was macht Menschen treu, Mitarbeiter loyal, Kunden zu Fans? Qualität, niedrige Preise, attraktive Extras, aufwendige Werbung?

Nein, sagt Simon Sinek, Werber und Unternehmensberater in New York, all das ist zwar mehr oder weniger nützlich, langfristig aber bedeutungslos, weil all das auch der Wettbewerb kann. Entscheidend, sagt Sinek, ist allein, dass man von Anfang an weiß und sagt, wozu man da ist, und sich darin treu bleibt. Dann kann man Menschen inspirieren: Mitstreiter, Angestellte, Kunden.

In seinem Buch Start With Why stellt er sein auf nicht einmal ganz neuen neurologischen Erkenntnissen aufgebautes Modell menschlichen Handelns vor: den Goldenen Kreis. Genaugenommen sind es drei konzentrische Ringe. Ganz innen steht das Warum/Wozu, das unser Wesen ausmacht. Im nächsten Ring folgt das Wie: Wie setzen wir unser Wesen in die Tat um, was sind unsere Methoden? Ganz außen schließlich steht das Was: Was tun wir, was stellen wir her, was bieten wir den Menschen an? Der Warum-Kreis und der Wie-Kreis entsprechen den archaischeren Teilen des menschlichen Gehirns, dem Stamm- und dem Zwischenhirn. Das Was spielt sich auf der Ebene des Groß- bzw. Stirnhirns ab. 

Sineks Paradebeispiel für ein Unternehmen, das mit dem Warum beginnt, ist Apple: Von Anfang an verstand sich Apple als Vorkämpfer des Individuums gegen das Establishment. Das ist Apples Warum. Apples Wie besteht darin, auf jedem denkbaren Gebiet den Status quo in Frage zu stellen, herkömmliche Sichtweisen zu überprüfen, anerkannte Fakten aus neuen Perspektiven zu betrachten. Apples Was waren ursprünglich Computer. Inzwischen hat das Unternehmen erfolgreich auch in anderen Branchen das Establishment das Fürchten gelehrt.

Die entscheidende Kommunikation mit den Kunden findet dabei auf der Warum-Ebene statt. Diese kaufen die Produkte nicht aus den meist vorgetragenen analytischen Gründen wie Qualität, Extras und Preis, sondern weil der Hersteller sich in Wort und Tat zum selben Glauben bekennt wie sie. Dann, und nur dann drückt der Kunde durch Kauf und Besitz des Produkts sein eigenes Wesen aus. Oder durch Teilnahme an Veranstaltungen, Unterstützung von Kampagnen, persönliche Freundschaft. Deshalb sind Unternehmen (nicht nur kommerzielle) mit einem klaren Warum profitabler als Unternehmen ohne eines.

Diesen Weg kann jeder gehen: Jedes Unternehmen, jeder Politiker, jedes Individuum. Es ist wahr, dass viele das schon tun: Sie bilden die starken Marken, sie sind die Menschen mit Charisma. Aber selten zuvor hat jemand so griffig erklärt, wie das funktioniert. Entschuldigung: Warum das funktioniert.

Start With Why: How Great Leaders Inspire Everyone To Take Action ist am 29. Oktober 2009 bei Portfolio in englischer Sprache erschienen und kostet bei Amazon neu 18,60 Euro. Eine Taschenbuchausgabe ist für 2011 in Vorbereitung; ein Termin für eine deutsche Übersetzung steht noch nicht fest.

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