ARD-Kontraste: Kämpfer für die Meinungsfreiheit?

Caroline Stollmeier am 15. April 2011

KOMMENTAR zur Sendung vom 14. April 2011: Comeback der Abtreibungsgegner – Wie Frauen in Not drangsaliert werden

Die Gehsteigberaterinnen leisten einen wertvollen Beitrag zum Schutz ungeborener Kinder. Und sie reichen Frauen in Not im buchstäblich letzten Moment eine helfende Hand. Dabei nehmen sie persönliche Nachteile – wie beispielsweise die unvorteilhafte Darstellung in dieser Sendung – in Kauf. Das ist bewundernswert.

Die Frage, ob Abtreibungen generell erlaubt oder verboten sein sollen, ist wenig relevant, wenn es darum geht, einer einzelnen Schwangeren in ihrem Konflikt beizustehen. Die Tötung ihres Kindes kann doch nicht die beste Lösung sein. Stattdessen muss es darum gehen, Schwangere richtig zu beraten, so dass sie Auswege und Alternativen sehen, mit denen alle gut leben können – im wahrsten Sinne des Wortes. In der Regel ist der Arzt nicht derjenige, der diese Beratung leisten kann.

Übrigens, diesen Kontraste-Bericht finde ich enttäuschend einseitig. Die Macher brüsten sich damit, gegen die Ausübung der Meinungsfreiheit zu kämpfen. Und das alles finanziert mit Zwangsbeiträgen der Fernsehzuschauer? Das ist nicht, was ich von einem öffentlich-rechtlichen Sender erwarte.

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2 Kommentare zu “ARD-Kontraste: Kämpfer für die Meinungsfreiheit?”

  1. Harald Stollmeieram 17. April 2011 um 14:37

    P. Engelbert Recktenwald publiziert mit dem heutigen Datum auf http://www.kath-info.de/ eine ebenso gründlich recherchierte wie klar urteilende Besprechung des Kontraste-Berichts über Gehsteigberatung und 1000-Kreuze-Marsch.

  2. Josef Bordatam 17. April 2011 um 16:13

    Danke, Frau Stollmeier!
    Herzliche Grüße,
    Ihr
    Josef Bordat

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